Winterdämmerung

 

Erinnerungen strömen durch meinen Kopf.

Einst war sie frisch, die große Liebe.

Doch nun hat sie des Herbstes Farbe.

Kalt der Winter, der ihr folgt.

 

Karg und eisig ist's um mich.

Blut gefriert in den Adern.

Schnee auf meiner warmen Stirn,

schmilzt wie ich in deinen zarten Händen.

 

Keine Bewegung ist mir möglich.

Kälte schneidet Haut und Fleisch.

Doch Blut fließt nicht aus meinen Wunden.

Es ist gefroren, hart wie Stein.

 

Zäher Schmerz presst sich hindurch.

Quillt durch mein Fleisch wie dicker Eiter.

Der Wundbrand hat mich schnell befallen.

Zerfrisst mir meine kalten Glieder.

 

Sie fallen ab wie altes Laub.

Regungslos des Herzens Umwelt.

Ist nicht mehr fähig laut zu schlagen.

Kalter Schnee zerdrückt, erstickt es.

 

Leer ist mein Leben ohne dich,

wie des Eises weite Fernen.

Weit und breit kein Grün in Sicht.

Es scheint unmöglich hier zu leben.